Unternehmen 20.01.16: „MOBIL 2016“ - ein erstes Fazit

Neues Verkehrskonzept gut angelaufen, einzelne Anpassungen vorgesehen

Seit 4. Januar 2016 rollen Straßenbahnen und Busse in neuem Takt und auf teilweise neuen Wegen durch Rostock. „An manchen Stellen waren wir von der besonders guten Auslastung positiv überrascht. Der neue 10-Minuten-Takt auf den Stammlinien als Kernstück des Angebotskonzepts „Mobil 2016“ wird von unseren Kunden gut angenommen. In bestimmten Teilbereichen werden wir mit notwendigen Anpassungen reagieren. Das geht allerdings nicht gleich von heute auf morgen“, betont RSAG-Vorstand Jan Bleis in einem ersten Fazit zum Start des neuen Verkehrskonzeptes.

 

Ein neues Liniennetz bedeutet immer eine gewisse Umstellung, Gewohnheiten werden nicht gern aufgegeben. In den vergangenen Tagen gingen viele Anfragen und auch kritische Hinweise zu den Linienführungen und zur Erreichbarkeit verschiedener Stadtteile bei der RSAG ein. Alle Hinweise werden gesammelt und bewertet.

 

Folgende Hauptkritikpunkte wurden von den Fahrgästen genannt:

-       Reutershagen: der Bereich Bonhoefferstraße wird durch die Buslinie 25 nur alle 30 Minuten befahren

-       Reutershagen: Wegfall der Buslinie 27

-       Südstadt: Wegfall der Straßenbahnlinie 2 vom Südblick

-       Gehlsdorf: Taktausdünnung der Buslinie 45

-       10-Min-Taktverdichtung bei der Straßenbahn morgens zu spät

 

Als Reaktion sind folgende Maßnahmen geplant:

-       Verbesserung des Anschlusses zwischen den Straßenbahnlinien 5 und 2/3 an der Haltestelle „Stadthalle“:
        die Verbindung Südblick–  Schröderplatz/Doberaner Platz ist dann ohne Zeitverlust fahrbar, Realisierung ab 1. Februar 2016

In Prüfung/ Bearbeitung:

-       Notwendigkeit einer Taktverdichtung bei der Straßenbahn in der Frühspitze 6 - 7 Uhr (früherer Übergang auf den 10-Min.-Takt)

-       Fahrgastaufkommen Reutershagen:
        Auslastung Buslinie 25, Bedarf Umfahrung Bonhoefferstraße/ Husemannstraße, Bedarf Buslinie 25 zwischen Reutershagen Markt und Evershagen

-       Auslastung Verbindung von Gehlsdorf zum Dierkower Kreuz und nach Lütten Klein

-       Auslastung Buslinie 23/22 aus Richtung Riekdahl/ Kassebohm

Erste Maßnahmen aus dieser Auflistung sollen zum 31. März 2016 realisiert werden.

 

Das verbessert sich mit „Mobil 2016“:

Als wesentliche positive Neuerung für die Fahrkunden wird nun auf fast allen Strecken im Straßenbahnnetz tagsüber im attraktiven 10-Minuten-Takt gefahren. Dadurch verbessert sich die Anbindung der großen Wohngebiete wie Toitenwinkel oder Dierkow deutlich. Auch in Richtung Mensa, Südblick und Neuer Friedhof rollen die Bahnen in der Woche tagsüber alle 10 Minuten.

Ein wichtiges Ziel des Verkehrskonzeptes „MOBIL 2016“ ist die Steigerung der Attraktivität des ÖPNV im Einkaufs- und Freizeitverkehr. So ist nun das Angebot sonnabends auf den meisten Straßenbahnstrecken auf einen 15-Minuten-Takt verdichtet. Auf der besonders stark frequentierten Strecke zwischen der Innenstadt und Lichtenhagen fahren die Bahnen am Sonnabend sogar alle 7,5 Minuten. Im Abendverkehr verkehrt auch die Straßenbahnlinie 6. Damit verbessert sich u.a. die Anbindung des Südtstadtklinikums, den Universitätseinrichtungen und der Südstadt allgemein. Zwischen der Innenstadt und der Südstadt fahren die Bahnen abends alle 15 Minuten und damit doppelt so häufig wie bisher.

Als wichtigste Änderung fährt die Buslinie 25 nun zwischen Doberaner Platz und Markt Reutershagen an Wochentagen alle 10 Minuten, am Wochenende alle 15 Minuten. Die neue Buslinie 39 verbindet Lütten Klein umsteigefrei mit Schmarl, Evershagen, Schutow und Reutershagen. Durch den Warnowtunnel fahren mit den Linien 45 und 49 insgesamt zwei Linien. Im Berufsverkehr wurden die „Tunnellinien“ bis Lütten Klein Zentrum verlängert, um einen optimalen Anschluss zur Straßenbahn zu gewährleisten.

 

Informationen zum neuen Liniennetz und die Fahrplanauskunft der RSAG finden Interessenten unter www.rsag-online.de. Dort erhalten Fahrgäste auch wertvolle Antworten auf häufig gestellte Fragen.

  

Hintergrund:

Seit den letzten größeren Liniennetz- und Fahrplananpassungen im Zuge der Straßenbahnnetzerweiterung sind mehr als zehn Jahre vergangen. Steigende Einwohnerzahlen, Neuansiedlungen von Industrie und Gewerbe, andere Freizeitaktivitäten und ständig wachsende Touristenzahlen haben zu veränderten Fahrgewohnheiten geführt. Die Rostocker Straßenbahn AG reagiert auf diese Veränderungen mit einem neuen Verkehrskonzept „MOBIL 2016“.

Die Grundlage für das Angebot bildet der durch die Bürgerschaft beschlossene Nahverkehrsplan der Hansestadt Rostock, der die Rahmenbedingungen und Mindestanforderungen an den Öffentlichen Personennahverkehr definiert. Den geplanten Veränderungen im Straßenbahn- und Busnetz gingen intensive Recherchen und Modellrechnungen voraus. Konkret wurden durch die RSAG Schwerpunktgebiete sowie wichtige Strukturdaten und Verkehrsströme analysiert, Meinungen und Kritiken der Fahrgäste ausgewertet sowie Hinweise aus den Ortsbeiräten geprüft. Gemeinsam mit dem Tief- und Hafenbauamt als zuständigem Aufgabenträger für den ÖPNV in der Hansestadt Rostock wurde eine Vorzugslösung abgestimmt, die seit 4. Januar 2016 in Kraft ist.

Pressesprecherin

Beate Langner

T: 0381 802 1020

F: 0381 802 2101

M: b.langner@rsag-online.de

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