Unternehmen 26.11.15: Siegmann-Medaille 2015 für die „Evangelische Stiftung Michaelshof“

Zum elften Mal verlieh die Richard-Siegmann-Stiftung am 26. November 2015 die Richard-Siegmann-Medaille an engagierte Bürger und Netzwerke der Stadt Rostock.

2015 wurden Organisationen und Initiativen gesucht, die dazu beitragen, Getrenntes wieder zu vereinen oder die uns bewusst machen, wie vorteilhaft unsere Individualität ist.  So lautete in diesem Jahr das Thema „Inklusion – Anderssein ist normal!“

 

Die Richard-Siegmann-Medaille 2015 erhält die „Evangelische Stiftung Michaelshof“. Gewürdigt wird hier insbesondere der langjährige Einsatz für das gleichberechtigte Sein eines jeden Menschen. Seit 1992 betreibt die Stiftung eine Förderschule für geistig behinderte Kinder. Hinzugekommen sind eine Grundschule, ein Hort und zuletzt im August 2015 ein integrativer Kindergarten. In allen Einrichtungen können die Kinder ihre unterschiedlichen Persönlichkeiten entfalten und sich respektvoll begegnen.

 

„Gelebte Inklusion im Alltag kann funktionieren: Mit all seinen Einrichtungen ist der Michaelshof ein positives Beispiel und Vorbild für das gelungene Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung. Die intensive Weiterbildung der eingesetzten Pädagogen, der Austausch mit den Eltern und die Suche nach immer neuen Lernansätzen: Der inklusive Gedanke wird hier bewusst gelebt und mit viel Erfolg praktiziert. Dieses Engagement verdient höchste Anerkennung“, betonte Dr. Viola von Oeynhausen, Vorsitzende des Kuratoriums der Richard-Siegmann-Stiftung, bei der Medaillenvergabe.

 

Neben der mit 3000 Euro dotierten Richard-Siegmann-Medaille vergab die Stiftung zwei Förderpreise. Der erste Förderpreis geht an das Projekt „Inklusives Landestheaterfestival“ der Fantasia AG. Diese gemeinsamen künstlerischen Aktivitäten finden an wechselnden Austragungsorten statt. Die so initiierten positiven Begegnungen richten sich nicht nur an Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderung, sondern auch an alle Akteure des Schulsystems.

Den zweiten Förderpreis erhält das Einzelhandelsunternehmen GLOBUS, bei dem Inklusion kein Projekt, sondern seit mehreren Jahren gelebte Praxis ist. So werden z.B. eigene Mitarbeiter und auch Auszubildende, die eine Förderung benötigen, individuell unterstützt. Kunden des Unternehmens und insbesondere Menschen mit Handicap können sich über das barrierefreie Zurechtfinden im Warenhaus freuen.

 

Die Preisverleihung fand traditionell in der Straßenbahnmittelhalle der Rostocker Straßenbahn AG statt. Die Festrede hielt der Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Herr Mathias Brodkorb.

 

 

Die Richard-Siegmann-Stiftung

Die Richard-Siegmann-Stiftung wurde 2004 anlässlich der Feierlichkeiten der RSAG zu „100 Jahren Elektrische“ gegründet. 2005 wurde die erste Medaille vergeben.

Richard Siegmann war von 1898 bis 1935 Direktor und Vorstand der Rostocker Straßenbahn AG. Er war in vielen weiteren städtischen Ämtern und Ehrenämtern, unter anderem auch als Stadtverordneter tätig. 1943 wurde Richard Siegmann nach Theresienstadt deportiert, wo er im Oktober 1943 verhungerte.

Seine Arbeit bis Mitte der 30er Jahre war für die Hansestadt Rostock von solcher Bedeutung, dass durch die jährliche Vergabe der Richard-Siegmann-Medaille daran erinnert werden soll.

 
Vorstand der Richard-Siegmann-Stiftung

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