Unternehmen 26.01.14: Eisenbahnbereich der RSAG: Verhandlungen mit der GDL gescheitert - Streik angekündigt

Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hat am 24. Januar 2014 die Tarifverhandlungen mit der Rostocker Straßenbahn AG für deren Eisenbahngeschäft für gescheitert erklärt.

Gleichzeitig hat die GDL für die kommenden Tage Arbeitskampfmaßnahmen, also Streik, angekündigt.

Die RSAG betreibt als Subunternehmer der DB Regio AG die Regionalbahnstrecken RE 8 (Tessin – Wismar) und RB 12 (Rostock – Graal-Müritz) und stellt auf diesen Strecken die Triebfahrzeugführer und Kundenbetreuer im Nahverkehr. Der Vertrag mit der DB Regio AG läuft noch bis 2024.
Die Triebfahrzeugführer und Kundenbetreuer sind aktuell wie alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der RSAG nach den Spartentarifvertrag Nahverkehrsbetriebe Mecklenburg-Vorpommern (TV-N MV) eingestellt und werden dementsprechend vergütet.
Die Bezahlung der RSAG-Leistung durch die DB Regio AG ist schon von Beginn des Vertrages an für die gesamte Laufzeit festgeschrieben und damit klar geregelt. Sie basiert auf dem Grundsatz, dass alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die Laufzeit des Eisenbahnvertrages nach dem TV-N MV vergütet  werden. Dieses ist nach Auffassung der RSAG im Sinne der Gleichbehandlung unabdingbar. 

Verhandlungsziel der GDL ist, für ihre Mitglieder bessere Arbeitszeit- und Vergütungsregelungen für den Eisenbahnbereich als derzeit im TV-N MV zu erreichen. Die RSAG hat sich als Arbeitgeber bereit erklärt, die Grundstruktur des Bundesrahmentarifvertrages in einen Zugpersonal-Tarifvertrag für die RSAG zu übernehmen. Keine Einigkeit konnte in den nunmehr sechs Tarifverhandlungen seit Mitte 2013 zu wesentlichen Forderungen der GDL im Arbeitszeitbereich und zu Vergütungsfragen erreicht werden. Weitere Gesprächsangebote der RSAG wurden von der GDL abgelehnt und nun stattdessen Streik angekündigt. Die RSAG hat erklärt, in der kommenden Woche ein neues Arbeitgeberangebot zu erarbeiten und der GDL als Verhandlungsangebot zu übergeben. Aus Sicht der RSAG ist es nicht akzeptabel, dass die Tarifverhandlungen nun bei diesen schwierigen Witterungsbedingungen auf dem Rücken der Kunden im Regionalverkehr der DB Regio AG ausgetragen werden und erwartet eine zügige Rückkehr der GDL an den Verhandlungstisch.

Die RSAG bittet die Kunden der DB Regio AG sich in den kommenden Tagen vor Reiseantritt über die aktuelle Situation auf den Regionalbahnstrecken RE 8 (Tessin – Rostock – Wismar) und RB 12 (Rostock – Graal-Müritz) zu informieren.

Pressesprecherin

Beate Langner

T: 0381 802 1020

F: 0381 802 2101

M: b.langner@rsag-online.de

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