Service E-Scooter-Mitnahme

Mitnahme bestimmter E-Scooter in Fahrzeugen der RSAG zukünftig möglich.

Zum 15. März 2017 trat ein bundeseinheitlicher Erlass der Länder zur Mitnahme von Elektromobilen, sogenannten E-Scootern, in Linienbussen des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) in Kraft. Dieser Erlass wurde zwischen Bund, Ländern, Verbänden der Verkehrsunternehmen, Aufgabenträgern und Interessenverbänden abgestimmt und regelt alle wesentlichen Kriterien für die Mitnahme von E-Scootern.
 
Aufgrund der ähnlichen fahrdynamischen Eigenschaften gelten diese Regelungen ebenfalls in den Straßenbahnen der RSAG.

Neue Regelung für E-Scooter-Mitnahme

Damit eine gefahrlose Mitnahme von E-Scootern zukünftig möglich ist, müssen die Busse und Straßenbahnen der RSAG entsprechend den Anforderungen nach- beziehungsweise umgerüstet werden. Diese Umrüstung wird voraussichtlich mindestens sechs Monate in Anspruch nehmen. Um die E-Scooter-Nutzer auf die neuen Gegebenheiten hinzuweisen und Unsicherheiten abzubauen, wird die RSAG individuelle E-Scooter-Trainings anbieten.
 
Außerdem wird die Kennzeichnung der E-Scooter mit einem bundesweit einheitlichen Siegel angestrebt, um für alle Beteiligten eine praxistaugliche Lö­sung zu erreichen. Dieses Siegel bestätigt sowohl die personenbezogenen Voraussetzungen des E-Scooter-Nutzers als auch die Mitnahmetauglichkeit des E-Scooters.

Korrekte Aufstellung eines E-Scooters im Bus. Noch fehlt in den Fahrzeugen der RSAG teilweise die rückwärtige Anlehnfläche sowie eine Haltevorrichtung zum Gang. Diese werden nachgerüstet.

Voraussetzungen zur Mitnahme von E-Scootern

E-Scooter werden in den Bussen und Straßenbahnen der Rostocker Straßenbahn AG zukünftig mitgenomen, wenn folgende Mindestanforderungen erfüllt sind und das Siegel erteilt wurde:
 

Anforderungen an E-Scooter

  • max. Gesamtlänge von 1200 mm
  • 4-rädriges Fahrzeug, Einsitzer
  • Grenzwert für die Gesamtmasse des E-Scooters (Leergewicht plus Körpergewicht der Nutzerin bzw. des Nutzers plus weitere Zuladung): 300 kg
  • Gewährleistung der Standsicherheit durch ein Bremssystem, welches immer auf beide Räder einer Achse zusammen wirkt und nicht durch ein Differenzial überbrückt werden kann (z. B. gesonderte Feststellbremse)
  • ausreichende Bodenfreiheit und Steigfähigkeit des E-Scooters, um über eine mit maximal 12 % geneigte Rampe in den Bus ein‐ und ausfahren zu können, ohne mit der Bodenplatte am Übergang von der Rampe ins Fahrzeug anzustoßen
  • Eignung für Rückwärtseinfahrt in den Linienbus/-bahn.
  • Die Eignung des E-Scooters für die Mitnahme in Fahrzeugen des ÖPNV muss vom Hersteller in der Bedienungsanleitung festgestellt werden.

 

Voraussetzungen für E-Scooter-Nutzer/innen

  • Die Mitnahmeverpflichtung gilt für Nutzer von E-Scootern, die einen Schwerbehindertenausweis mit Merkzeichen "G" oder „aG“ haben oder denen der Scooter von der Krankenkasse verschrieben wurde. Die Beförderungspflicht besteht nicht, wenn der Aufstellplatz für den E-Scooter bereits durch andere Fahrgäste (mit Rollstuhl, anderen E-Scootern, Kinderwagen oder allgemein durch ein voll besetztes Fahrzeug) belegt ist.
  • Der E-Scooter darf über keine zusätzlichen Anbauten verfügen, die die rückwärtige Aufstellung unmittelbar an der Anlehnfläche des Rollstuhlplatzes verhindern oder einschränken. Gleiches gilt für mitgeführte Sachen.
  • Der/Die E-Scooter-Nutzer/in muss selbstständig rückwärts in den Bus/Bahn einfahren, die ordnungsgemäße Aufstellung an der Anlehnfläche vornehmen und die Ausfahrt aus dem Fahrzeug bewerkstelligen können.
  • Der/Die E-Scooter-Nutzer/in muss sowohl die zum Nachweis der personenbezogenen Voraussetzungen als auch der Mitnahmetauglichkeit des E-Scooters erforderlichen Unterlagen zur Erteilung des Siegels vorlegen.
     

Anforderungen an die Fahrzeuge der RSAG

Die für die Mitnahme von E-Scootern tauglichen Busse und Straßenbahnen müssen eine ausreichend große Aufstellfläche aufweisen. Zudem sind entsprechende Rückhalte- bzw. Sicherheitseinrich­tungen an der Fahrzeugseitenwand, eine rückwärtige Anlehnfläche und eine Haltevorrichtung zum Gang hin mit einem Überstand gegenüber der Anlehnfläche von mindestens 280 mm erforderlich. Busse und Bahnen, die diese Anforderungen erfüllen, erhalten eine von außen sichtbare Kennzeichnung.
 
Erst wenn alle Kriterien erfüllt bzw. umgesetzt sind, ist eine sichere Mitnahme von E-Scootern in den Bussen und Bahnen der RSAG gewährleistet. Bis dahin bleibt die Mitnahme von E-Scootern weiterhin ausgesetzt, um der gesetzlichen Verpflichtung nach einer sicheren Beförderung aller Fahrgäste durch die RSAG nachzukommen.

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