Am 14. Oktober ist es soweit: nach mehrmonatiger Vorbereitungszeit nimmt der erste Fahrscheinautomat der neuen Generation an der Haltestelle Neuer Markt in Richtung Steintor seinen Betrieb auf.
Damit beginnt für die Fahrgäste der RSAG eine neue Ära beim Fahrkartenkauf. Eine einfache Menüführung auf einem im Fahrscheinautomaten integrierten Tastbildschirm ermöglicht einen unkomplizierten Kauf von einem oder mehreren Fahrkarten. Das Bezahlen ist mit Bargeld in Scheinen bis 50 €, mit Hartgeld ab 5 Cent oder mit der EC-Karte mittels PIN-Eingabe möglich. Ausgegeben werden nicht entwertete Einzelkarten, Gruppen – oder Zeitkarten. Das gesamte Sortiment des VVW ist im Angebot.
Zusätzlich zum Kauf von Fahrkarten können über das Menü auf dem Tastbildschirm Informationen zu Tarifarten, Liniennetz und Zonen im Verkehrsgebiet abgerufen werden.
Für ausländische Besucher der Hansestadt stehen diese Informationen und der menügeführte Kaufvorgang in englischer Sprache zur Verfügung. Das Berühren der britischen Flagge auf dem Bildschirm genügt dafür.
Der alte Automat zieht nach 15 jähriger Dienstzeit in das Depot 12, das Museum der RSAG in Marienehe, um. Dort steht er künftig neben historischen Zahlboxen, Entwertern und dem ersten Fahrscheinautomaten aus den 80er Jahren.
Die Rostocker Straßenbahn AG startet mit den ersten neuen Automaten den Ersatz der vorhandenen 188 und bereits 15 Jahre alten Fahrausweisautomaten. Künftig können Kunden an 60 stationären Fahrscheinautomaten und 123 Automaten in den Bussen und Bahnen der RSAG Fahrkarten erwerben.
Die neuen stationären Automaten sind mit Installation betriebsbereit. Die Automaten der alten Generation versehen ihren Dienst noch bis zum 1. Februar 2011.
Die Fahrscheinautomaten in den Fahrzeugen werden ab November eingebaut. Ihre Inbetriebnahme erfolgt zu einem je nach Fahrzeugart gestaffelt in ca. 3 Monaten.
Mit dem Umrüsten auf eine neue Automatengeneration greift die RSAG Wünsche von Kunden auf und bringt die Fahrscheinautomaten auf den Stand der Technik.
Vor der Investition in neue Fahrscheinautomaten wurden Kunden befragt, ein Anforderungsprofil erstellt, eine Ausschreibung schloss sich an. Den Zuschlag für den Bau der Automaten erhielt die Hannoveraner Firma Höft und Wessel.
Insgesamt werden 3,0 Mio Euro investiert, 75 % davon fördert das Land Mecklenburg-Vorpommern.
Neue Fahrscheinautomaten - was wird einfacher?
Die Automaten in den Fahrzeugen befinden sich in den Niederflurnormal - und Niederflurgelenkbussen, in den Niederflurstraßenbahnen und in den Tatrabeiwagen. Beim Kauf im Fahrzeug ist die Fahrkarte bereits entwertet – ersichtlich an einem rot gemusterten Aufdruck. Ein Vorverkauf ist nicht möglich. Bezahlt werden kann mit Geldstücken ab 5 Cent und Scheinen bis 10 Euro.
An den stationären Automaten ist ein Vorverkauf möglich. Diese Fahrkarten sind blaugründig. Auch hier kann mit Münzen ab 5 Cent bezahlt werden, außerdem mit Banknoten bis 50 Euro und mit EC-Karten unter Eingabe der PIN.
Weitere Verbesserungen sind die Verfolgung des Bezahlvorgangs am Bildschirm und der Kauf einer größeren Anzahl an Fahrkarten.
Informationen bei Umstellung von Kaufgewohnheiten
Neue Automaten bedeuten eine Umstellung von lang geübten Gewohnheiten beim Kauf einer Fahrkarte - auch wenn die neuen Funktionen ein lang gehegter Wunsch der Kunden waren. Die Bedienung über den Tastbildschirm ist einfach, aber neu.
Erläuterungen dazu gibt die RSAG ab Mitte November auf Veranstaltungen im Infobus. Ein Flyer enthält Hinweise für die Automatenbedienung.
Ein besonderes Übungspaket gibt es auf der RSAG-Homepage unter www.rsag-online.de. Hier steht ab 14.10.2010 ein virtueller Automat bereit, an dem der Kauf von Fahrkarten erprobt und Funktionen getestet werden können.