Home ... Aktuelles ... Pressemitteilungen ... Archiv bis 2009 ... 26.11.09: Mit dem Traditionswagen der RSAG durch den Advent
Für alle, die viel unterwegs sind: Mit Hund oder Fahrrad und abends oder am Wochenende auch gern mit dem Partner.
Außen elfenbeingelb, innen matt grün und weihnachtlich geschmückt: so geht der Traditionswagen 1 der Rostocker Straßenbahn AG an allen vier Adventssamstagen auf die Schiene.
Am 28. November, 5., 12. und 19. Dezember fährt er als Linie E von 13:00 Uhr bis 18:00 Uhr durch Rostock. Sieben mal an diesen Nachmittagen, im 45-Minutentakt, führt der halbstündige Rundkurs vom Südblick über den Hauptbahnhof in Richtung Weihnachtsmarkt zum Neuen Markt, zur Langen Straße, Kröpeliner Tor, Schröder – und Goetheplatz, Südstadtcenter wieder zum Südblick. Gehalten wird an allen regulären Straßenbahnhaltestellen auf der Strecke. Das Ein – und Ausssteigen ist dort überall möglich.
Unterstützt wird die Rostocker Straßenbahn AG bei dieser besonderen Überraschung zum Advent von den Rostocker Nahverkehrsfreunden (RNF) – Kollegen der RNF fahren den Wagen 1.
Fahrpläne für diesen Rundkurs sind in den Kundenzentren der RSAG, an Aushängen und im Internet erhältlich.
Es gelten die Fahrausweise der Verkehrsverbund Warnow GmbH.
Zusätzliche Busse und Bahnen an den Adventswochenenden
Die Rostocker Straßenbahn AG verstärkt das Angebot auf den Hauptlinien der Busse und Straßenbahnen an Freitagen und an den Wochenenden vom 27. November bis zum 20. Dezember 2009. Die Straßenbahnlinien 1, 2, 3, 5 und E sowie die Busse der Linien 14, 23, 25 und 28 verkehren zu den Öffnungszeiten des Weihnachtsmarktes freitags und samstags bis 22:00 Uhr und sonntags bis 20:00 Uhr alle 20 Minuten. Zusätzlich ist die Weihnachtslinie E unterwegs: Sie ersetzt die Linie 6 und verbindet im 20–Minuten-Takt die Mecklenburger Allee über Lange Straße und Hauptbahnhof mit der Mensa.
Wagen 1 – Tradition Marke Gothaer Gelenkwagen
Über 30 Jahre versahen die gelben Gelenkbahnen zuverlässig ihren Dienst. Die ersten drei Wagen kamen zum Jahreswechsel 1961/1962 nach Rostock. Damals ein großes Ereignis und ein enormer technischer Fortschritt: Die Türen waren Falttüren, die mit grünem Kunstleder bezogenen Sitze zeigten fast alle in Fahrtrichtung, eingebaute Lautsprecher mit Röhrenverstärker ermöglichten Durchsagen. Und der Fahrer „steuerte“ die Geschwindigkeit der Bahn nicht mehr mit einer seitlich installierten Kurbel, sondern mit einem Schaltrad ähnlich einem Lenkrad des PKW Wartburg. An der dritten Tür, dem Einstieg, saß der Schaffner und kassierte das Fahrgeld. 1966 wurde er von Zahlboxen abgelöst, 10 Jahre später hielten die Fahrscheinentwerter Einzug. Anfangs verkehrten die Gothaer Gelenktriebwagen nur auf der Linie 2., dannach auf den Linien 1 und 11. 1967 wurde ihre Kapazität durch Beiwagen erweitert. Ende der achtziger Jahre verfügte der Rostocker Nahverkehr über 35 dieser Bahnen. 1996 ging dann in Rostock und damit auch bundesweit eine Ära zu Ende: Die noch im Fuhrpark der Rostocker Straßenbahn AG vorhandenen fünf Gothaer Gelenktriebwagen fuhren am 15. Juni 1996 ein letztes Mal auf der Linie 12. Danach verschwanden sie aus dem Stadtbild - lediglich ein Wagen wurde als Wagen 1 als technisches Denkmal restauriert.